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Igel 2010-3

Igelstation & Co




#2010/46 - Teda aus Brunsiek

Zwei Igelchen wurden gefunden, wir haben sie am 25.09. abgeholt, die Finder haben sich nie wieder gemeldet. So passiert es oft - abladen, die Leute sind "das Problem" los, nach mir die Sintflut.


Teda wog 141g und konnte drei Wochen später bei Zufütterung mit zwei weiteren Igeln ausgewildert werden.




#2010/47 - Udo aus Brunsiek

Er ist Teda's Bruder, wog 129g.

Udo wurde am 04.11. mit vier weiteren Igeln bei Zufütterung ausgewildert.




#2010/48 - Vik-Thor aus Meißendorf

Der Knabe wurde uns am 29.09. gebracht, kurz nachdem er gefunden wurde.

Er war in einer Schlinge gefangen (Leute, bitte entschärft Gefahrenquellen in Euren Gärten!!!) und schwach. Er wog 174g.


Vik-Thor wird den Winter bei uns verbringen müssen.

Danke für die Futtergeldspende, die ersten zwei Wochen waren gedeckt.

Leider werden wir seitdem mit den Kosten alleine gelassen. Ab einer bestimmten Besatzdichte erbitten wir uns von den Findern € 10 pro Monat als Futteranteil (fressen tut der Igel weit mehr und es kommen diverse Sachen wie Wasser, Wäsche, teilweise Medizin dazu). Die meisten Finder versprechen zwar die Teilfutterpatenschaft für ihren Igel, das Gros hält sich aber nicht an sein Versprechen :-(.
Das verbaut uns leider ab einer bestimmten Besatzdichte die Aufnahme weiterer hilfsbedürftiger Igel, weil wir eben nicht alle Kosten aus eigener Tasche tragen können.

#2010/49 - Wickers aus Winsen

Das Igelchen bot einen erbärmlichen Anblick, der kleine Kerl wog 171g, zitterte, war ausgekühlt und apathisch als er am 30.09. zu uns kam.


Wir standen von Anfang an auf verlorenem Posten, Wickers starb am 16. Oktober.




#2010/50 - Xsi aus Celle

Er wurde uns am 30.09., einen Tag nach Auffinden, gebracht. Er wog 206g, war in einen (mal wieder ungesicherten) Kellerschacht gefallen.


Auch Xsi muss den Winter bei uns verbringen.

Bis Mitte Oktober war das Futter gesichert, danke dafür.




#2010/51 - Ypsi aus Meißendorf

Von einem Igeleinsammler gebracht.
Am 30.09. kam sie zu uns, wog 140g.

Die Gefangenschaft setzte ihr zu heftig zu, sie starb am 13. Oktober.




#2010/52 - Zottel aus Meißendorf

Auch Zottel wurde einfach so eingesammelt und uns am 01.10. gebracht.

Er wog 189g und konnte am 01.11. mit 400g wieder ausgewildert werden.




#2010/53 - Aisha aus Winsen

Das alte Mädchen wurde am 01.10. gebracht, kurz nachdem sie gefunden wurde. So soll es sein.

Sie wog 589g, war sehr träge.

Aisha war ganz offensichtlich ein altes Mädchen dem nicht mehr viel Zeit blieb. Sie hatte sehr lange Krallen die darauf schließen ließen, daß sie sich schon längere Zeit nicht ordentlich bewegt hat.


3 Wochen später ist sie gestorben.




#2010/54 - Bärchen-Pixi aus Buchholz

Das Igelmädchen wurde uns am 01.10. gebracht, am Tag ihres Findens.

Sie wog 168g, war eine Kellertreppe herunter gefallen und kam nicht mehr hoch (die genormten Stufen sind für kleine Igel unüberwindbar, ein Ziegelstein je Stufe löst das Problem. Oder oben an der Treppe eine Absicherung machen, daß gar nicht erst ein Igel runterpurzeln kann).

Bärchen war unterkühlt und hatte bereits Maden um den Kopf herum, im Mäulchen und in den Augen.

Erste Maßnahmen waren Wärme und Entfernung der Maden.

Die Finder wollten Bärchen zurück haben um sie selber weiter zu pflegen, sobald sie stabil ist. Gesagt, getan.
Am 12. Oktober war es soweit, Bärchen konnte mit 329g zu ihren Findern zurück, die sie am späten Abend dann auch abholten.

Gerade mal 6 Tage später kam Bärchen zurück, weil die Finder ein verlängertes Wochenende weg wollten. Eigentlich sollte sich jemand vor Ort um sie kümmern, da sie aber mäkelte, brachten die Finder sie zu uns. Das war eine gute Entscheidung, obwohl uns nicht klar war, warum Bärchen plötzlich mäkelig geworden war und Durchfall hatte.

Sie wog 409g als sie am 18.10. zurück gebracht wurde. Sie war schnell wieder auf dem Damm und konnte in's Trainingslager überwechseln. Eigentlich war geplant, daß die Finder sie nach ihrer Rückkehr wieder abholen. Nachdem sie sich nicht gemeldet haben, nahmen wir Kontakt auf. Uns kam es dann schon seltsam vor, denn irgendwie fehlte die Zeit, Bärchen abzuholen.
Als sie im Trainingslager soweit zugenommen hatte, daß sie freigelassen werden konnte, nahmen wir wieder Kontakt mit den Findern auf. Auch jetzt kam es ungelegen, und so wurde Bärchen mit 649g bei uns freigelassen.

So sollte es eigentlich nicht laufen, es ist aber leider gängige Praxis, daß das Interesse am Igel extrem schnell verfliegt. Für das Tier selber ist es immer besser dort freigelassen zu werden wo es gefunden wurde, weil er sich dort auskennt. Igel haben ein ausgezeichnetes Ortsgedächtnis. Leider sind uns die Hände gebunden wenn die Finder kein Interesse daran haben, die Geschichte ihres Igels zu einem guten Ende zu bringen :-(




#2010/55, 56, 57, 58 - Chica, Dada, Ebbo und Fuchur aus Celle

Dieses Igelquartett wurde am 04. Oktober Opfer von rücksichtslosen Sauberkeitsfanatikern.

Ein Gärtner war engagiert worden um den Garten winterfest zu machen. Ansich kein Thema, aber die Leute haben ein Igelnest ausgehoben das sie nicht, wie es sich schon alleine vom gesunden Menschenverstand her gehören sollte, wieder zu gemacht und in Ruhe gelassen haben.
Nein, die vier wurden in einen Karton verfrachtet und wir wurden angerufen. Ich stellte einige Fragen um erst einmal einen Eindruck von den Igelkindern zu bekommen um Maßnahmen mit den Findern besprechen zu können.

Ferndiagnose ist furchtbar schwierig und wenn der Finder wie in diesem Fall nicht zuhört, ist es nahezu unmöglich ein korrektes Bild zu bekommen.

Zu meinem Entsetzen hat die Frau offensichtlich das Telefon beiseite gelegt und fummelte minutenlang an den Igeln herum ohne auf mein "stop, lassen Sie die Igel in Ruhe" zu hören. Ich hörte sie ohne Punkt und Komma auf die Igel einreden und die Kleinen waren offensichtlich so verschreckt, daß sie nicht "mitspielen wollten". Mir blieb direkt die Spucke weg!

Erst nachdem sie mit dem 3. Igel mehr oder weniger erfolglos durch war, nahm sie das Telefon wieder in die Hand. Sie war zu dem Schluß gekommen, daß die Igel noch geschlossene Augen haben und sprach von einem Gewicht von 100g.
"Geschlossene Augen" und "100g" passte nicht ganz zusammen, aber bevor diese Leute noch mehr Schaden anrichten konnten bat ich sie die Igel auf eine Wärmflasche zu legen und auf dem schnellsten Weg zu uns zu bringen. Das sagte sie zu.

Etwa eine Stunde riefen Kollegen aus Celle an. Die Leute hatten plötzlich keine Lust mehr sich um den Transport der Igel zu kümmern, nannten den Kollegen gegenüber ein geringeres Gewicht und verlangten, daß sie die Igel abholen und zu uns bringen. So viel Dreistigkeit sucht seinesgleichen!!

Als die Kollegen bei uns waren folgte der nächste Schreck, denn die Igelkinder hatten keineswegs geschlossene Augen und sie waren erheblich schwerer als die Frau gesagt hatte.

Chica - 146g
Dada - 151g
Ebbo - 137g
Fuchur - 139g

Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz durch das Zerstören des Nestes und wir wurden angeflunkert was den tatsächlichen Zustand der Igel angeht.

Diesen Kerlchen hätte das Nest wieder hergestellt werden müssen und wenn sie einige Wochen Unterstützung durch eine Futterstelle erhalten hätten, hätten sie zügig Gewicht zugelegt und hätten den Winter in der Freiheit verbringen können.
Nun war aber das Kind schon in den Brunnen gefallen und es ging jetzt um Schadensbegrenzung.

Die Kleinen waren dermaßen traumatisiert, daß sie lange brauchten um auf die Beine zu kommen. "Dank" dieser fleißigen, rücksichtslosen Leute müssen die Igel nun den Winter in Gefangenschaft verbringen, und Fuchur hat die Strapazen letztendlich mit dem Leben bezahlt, er starb am 22. Oktober.

Es will uns einfach nicht in den Kopf, wie naturfremd und -feindlich viele Gartenbesitzer sind.

Solchen Gartenfreunden bleibt zu wünschen, daß sie mir niemals persönlich gegenüber stehen. Sollen sie glücklich werden mit ihrem Reinlichkeitswahn und bleibt zu hoffen, daß sich niemals wieder ein Tier in diese Gärten verirrt das nicht auf der "Erlaubt-Liste" der Gartenbesitzer steht.


Chica und Ebbo müssen immer noch ein wenig Gewicht zulegen, aber Dada konnte am 23. November mit Nikita und Tula in die Winteretage umziehen.


#2010/59 - Gerda aus Winsen

Am 06.10. haben wir Gerda abgeholt, sie war kurz vorher im Garten entdeckt worden.

111g waren zu wenig, zudem war sie apathisch und es klebten einige Fliegeneier und -maden an ihr.

Leider kam sie nicht wieder auf die Beine, sie starb am 9. Oktober
Danke den Findern für das Futtergeld.




#2010/60 - Herr Bruno aus Hambühren

Herr Bruno wurde uns am 07.10. gebracht, kurz nach seinem Auffinden.

Der kleine Mann war apathisch, sehr schwach, unterernährt, dehydriert, hatte 2 seltsame blutige Stellen am Schnäuzchen und eine Fliegenmade im Schnäuzchen.

Es sah von Anfang an sehr schlecht für ihn aus und das sollte sich leider auch am Abend bestätigen als er starb.




#2010/61 - Ignaz aus Meißendorf

Aufmerksame Mitbürger sahen Ignaz auf einem Parkplatz und brachten ihn zu uns. 210g.

Wieder ein Ballonigel, wir waren erschrocken über die Menge an Gas die in ihm steckte. Ignaz wog 210g, sah aber aus wie ein Igel der doppelt so viel wiegen müsste.

Wir haben sofort punktiert und ihm Antibiotika gespritzt. Die Überlebenschancen eines Ballonigels sollen sehr schlecht sein. Im letzten Jahr haben wir Fleur durch bekommen und so waren wir frohen Mutes, daß auch Ignaz überleben würde.

Zunächst sah alles sehr gut aus. Aus dem aufgeblasenen Igelmännchen wurde ein schlanker Jungigel, das Gas kam zum Glück nicht zurück. Ignaz fraß gut und nahm gut an Gewicht zu.


Am 30. Oktober lag Ignaz morgens tot in seinem Käfig.



#2010/62, 63, 64 - Juppi, Kiki und Ludmilla aus Höfer

Das Mädchentrio kam am 11. Oktober zu uns, sie wogen 214g, 215g und 220g.

Gut eine Woche später kamen die drei in das Trainingslager und am 4. November konnten wir sie schon wieder auswildern.




#2010/65 - Melba aus Buchholz

Das arme Mädchen kam am 12.10., sie war abends am Straßenrand gefunden worden.

Sie blutete aus Ohren und Nase, war unterkühlt. Wir haben ihr erst einmal ein Schmerzmittel und Notfalltropfen gegeben und sie dann gesäubert. Melba ließ alles über sich ergehen und durfte sich dann auf einer Wärmflasche ausruhen.

Wir haben innere Verletzungen vermutet, aber das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Melba hat sich wunderbar erholt und konnte am 18.10. schon wieder abgeholt werden.


Danke den Findern für das Futtergeld.




#2010/66 - Nikita aus Winsen

Am 13.10. kam sie zu uns. Sie wurde im Garten gefunden und hat ein lädiertes Bein. Vermutlich muß ihr das Bein abgenommen werden, hier stehen noch genauere Untersuchungen an. 179g sind arg wenig um zu operieren, sie muß erst ein wenig zulegen.

Ganz lieben Dank an Isabel und Carolin, die sich an ihr Versprechen gehalten haben, uns bei den Futterkosten für Nikita zu unterstützen.

Unser Tierarzt möchte Nikita nicht operieren, weil das Bein durchblutet ist. So kommt sie aber in freier Wildbahn nicht zurecht, weil sich das Bein wund scheuern würde.
Nikita verbringt den Winter erst mal bei uns, und im Frühjahr sehen wir weiter.


Am 23. November konnte sie mit Dada und Tula in die Winteretage umziehen.




#2010/67 - Ophelia aus Wienhausen

Am 13. Oktober wurde ein kleiner Igel "platt an einer Mauer" in der 77er Straße in Celle gefunden. Ophelia war unterkühlt, sie wog 143g.

Leider wissen wir nicht, was genau ihr zugestoßen ist.
Helfen konnten wir ihr nicht mehr, sie starb am nächsten Morgen.


Vielen Dank für das Futtergeld, liebe Sarah.




#2010/68 - Patchoulli aus Celle

94g hat Patchoulli auf die Waage gebracht als er am 15. Oktober zu uns gebracht wurde von den Kollegen aus dem Waldtierheim.

Er war dort abgegeben worden von einer Reiterin dessen Pferd beinah auf ihn getreten war.

Patchoulli musste von Anfang an unterstützt werden mit u.A. Aufbaumitteln, aber wir haben ihn leider nicht mehr auf die Beine bekommen. Am 24. Oktober ist er gestorben



#2010/69 - Queen Rosi aus Meißendorf

Aus der Nachbarschaft kam am 17. Oktober ein Albino-Mädchen zu uns. Queen Rosi wog 161g und das war doch arg wenig.

Da die Finderin zwei Siamkatzen hat, war es unmöglich, die Igeldame zu pflegen.

Queen Rosi macht sich ganz gut, muß aber den Winter bei uns bringen. Im nächsten Frühjahr wird sie wieder im Garten ihrer Finderin frei gelassen.


Vielen Dank für das Futtergeld.




#2010/70 - Rübe aus Eicklingen

Rübe wurde von seinen Findern am 14.10. aufgenommen, er saß in Eicklingen mitten auf der Straße.

Drei Tage später wurde er uns vorgestellt, weil es ihm sehr schlecht ging. Er war sehr schwach und zittrig.

Leider konnten auch wir nicht mehr helfen, er starb am Abend.




#2010/71 - SSV aus Südwinsen

Wie sein Name schon vermuten lässt, wurde er beim Sportplatz in Südwinsen gefunden.
Wir holten ihn am 17. Oktober ab, er wog 181g.

Er sah schon recht putzig aus, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Leider hat SSV es nicht geschafft, er starb am 26. Oktober.

#2010/72 - Tula aus Winsen

Tula ist auch eine arme Seele die beinah durch falsche Maßnahmen zu Tode kam.

Es erreichte uns ein Anruf, weil das Igelchen das seit 1 Woche gepflegt wurde vor sich hin mäkelte. Wir mussten noch einen Anruf erledigen und wollten uns gleich im Anschluß den mäkeligen Igel vor Ort anschauen.

Zwischen unserem Telefonat und unserem Eintreffen war eine gute halbe Stunde vergangen und die Finder hatten nichts besseres zu tun als die Igelin zu baden! Weil sie eine Zecke im Ohr hatte die sie sich nicht entfernen ließ! Uns fehlten fast die Worte.
Baden geht GAR NICHT!

Erst einmal der Stress beim Baden selber, und hinterher braucht der Igel stundenlang um halbwegs trocken zu werden. Quälerei pur, die so mancher Igel nicht überlebt.
Abgesehen davon wird es uns nie gelingen, einen Igel vollkommen zeckenfrei zu bekommen. Am Ohr sind feine Häärchen, bei Berührung wird der Igel immer den Reflex haben, sich zusammen zu rollen.

Tula war draußen in einem Kaninchenstall untergebracht. Geringes Gewicht + kühle Temperatur Gefangenschaft = extrem ungünstige Konstellation. Solche Igel müssen zwingend bei Zimmertemperatur versorgt werden.

Wir nahmen Tula mit und kämpften eine ganze Weile um ihr Leben. Sie nahm zunächst weiter massiv ab, hatte Blut im Kot und war insgesamt dem Tod näher als dem Leben.

Stand 08.11. - sie wiegt jetzt 444g und nach intensiver medizinischer Maßnahmen geht es ihr soweit gut. Zuverlässig stabil ist sie aber immer noch nicht.
Wir geben sie erst wieder aus der Hand wenn sie draußen alleine zurecht kommt, d.h. sie wird den Winter bei uns verbringen.

Danke für die Futtergeldspende, die ersten 4 Wochen waren gesichert.

Am 23. November konnte sie mit Dada und Nikita in die Winteretage umziehen





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